Uggs florence

Die am Knöchel abschließenden Stiefeletten – „ankle“ ist der englische Begriff für Knöchel – haben ihr verruchtes Image mittlerweile verloren. Designer wie Paul Smith und Marc Jacobs holten sie vor drei Jahren auf die Laufstege. Prominente wie Victoria Beckham und Hillary Duff stöckeln auf ihnen regelmäßig über den Roten Teppich.Ankle Boots, auch Booties genannt, bestechen durch ihre Vielfalt. Es gibt sie aus Wildleder, gelackt, mit Leder-Raffungen, großen Schnallen, Gamaschen, abgerundet und spitz – immer aber mit Absatz. Dabei gilt: Je höher, desto besser.Es mag an eben diesen High-Heel-Absätzen liegen. Oder daran, wie die Stiefeletten den Knöchel umspielen. Mal sind sie bieder und hochgeschlossen, verdecken das zarte Gelenk. Dann wieder geben sie offenherzig den Blick darauf frei. Zumindest gehören die Ankle Boots zu jenen Schuhen, die das Feminine in Perfektion verkörpern: Eine Symbiose aus Pumps und Stiefelette.

Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass auch Männer sie tragen. Wenn man Bill Kaulitz, androgyner Frontmann der Teenie-Band „Tokio Hotel“, denn dazu zählen will. Er wurde schon mehrfach mit Plateau-Boots von Rick Owens gesichtet. Die bestechen nicht nur durch ihren etwa Handbreit hohen Absatz, sondern mit rund 700 Euro auch durch den entsprechenden Preis. Einen leicht maskulinen Touch haben zudem die geschnürten Ankle Boots, wahlweise aus Lack oder mit Budapester-Muster.Stilsicher kombiniert werden die extrakurzen Schaftstiefel mit engen Röhrenjeans, knielangen Pencil-Skirts und kurzen Kleidern. Ankle Boots mit Budapester-Muster können gut zu übergroßen Herrenpullis und langen Hemden getragen werden.Tabu dagegen ist eine Kombination aus Ankle Boot und wadenlangem Rock. Das verkürzt die Beine äußerst unschön. Da kann selbst ein hoher Absatz nichts mehr retten.

Es braucht nicht viel, um einen viralen Hit zu landen. Manchmal genügt schon ein sehr gelangweilter Schuhverkäufer, der Fotos von Schuhen macht und dazu den typischen Käufer und dessen Persönlichkeit skizziert. Natürlich trieft das alles vor Vorurteil und Schubladen. Unterhaltsam kann es trotzdem sein, wenn du merkst „Mist, genau das bin ich.“Der gelangweilte Schuhverkäufer ist Imgur-Nutzer Ghostify. In seinen erdachten Personenbeschreibungen trifft er – trotz Klischee-Keule – den Nagel schon mal auf den Kopf:Dass Schuhe tatsächlich eine Menge über ihre Träger aussagen, haben Psychologen der University of Kansas bereits im Jahr 2012 nachweisen können. Für ihre Studie sammelten die Forscher Bilder von 208 Schuhträgern zwischen 18 und 55 Jahren. Die Träger sollten einen psychologischen Fragebogen ausfüllen und Auskunft über ihr Alter, ihr Geschlecht und ihr Einkommen geben.Eine weitere Gruppe von 63 Studenten sollte sich nachfolgend die Aufnahmen ansehen und schätzen, wie alt der Schuhträger ist, welchem Geschlecht er angehört, welchen sozialen Status er hat und welche Persönlichkeitsmerkmale auf ihn zutreffen könnten.